Spielerisch zum Erfolg: Darum ist Gamification sinnvoll

Belohnungen und sichtbare Fortschritte tragen zur Steigerung unserer Motivation bei. Genau diese Elemente macht sich die Marketing Strategie Gamification zunutze. Wenn du dich jetzt fragst: „Gamifi- was?“ dann bist du bei uns genau richtig. Wir erklären dir, was gemeint ist und wieso dieser Trend auch in der Eventbranche Einzug hält.

 

Worum geht’s?
Gamification, die in Deutschland auch „Spielifizierung“ genannt wird, steht für das spielerische Umsetzen und Darstellen von komplexen Inhalten. Diese Inhalte können zum Beispiel weniger unterhaltsame Lerneinheiten oder Kaufprozesse sein. Durch den spielerischen Umgang sollen die Informationen schneller verinnerlicht werden. Zusätzlich entsteht für den Kunden durch den intensiven Umgang eine engere Bindung zum Produkt und so auch zum Unternehmen. Es geht also um eine Stärkung in den Bereichen Branding, Kundengewinnung und -bindung. Gamification zielt dabei auf den menschlichen Spieltrieb ab, welcher uns seit jeher begeistert und motiviert.

 

Wie funktioniert’s?
Das Spielprinzip wird bei Gamification in einer Umgebung angewandt, die auf den ersten Blick gar nichts mit Gaming zu tun hat, so zum Beispiel beim Online-Kauf eines Produkts. Besonders motivierend wirkt es auf die Nutzer, wenn Fortschritte als absolvierte Etappen dargestellt werden. Auch die Aussicht auf einen möglichen Bonus kann uns anspornen. Wie genau das in der Praxis aussieht, wird an einigen Beispielen deutlich.

• Jeder Schritt im Kaufprozess wird durch einen Abschnitt in einer Leiste visualisiert. Der Nutzer sieht so direkt, wie weit er noch vom Ziel entfernt ist und wird motiviert, die Schritte nacheinander abzuarbeiten. Das Risiko, den Vorgang abzubrechen, sinkt dadurch.

• Auch der eher unspektakuläre Vorgang der Passwort-Setzung für einen Online-Shop, kann durch spielerische Visualisierungen angenehmer gestaltet werden. Die Sicherheit des Passwortes wird dabei über einen farbigen Balken dargestellt. Der Nutzer wird so intensiver dazu angeregt, die „grüne“ und damit die sichere Stufe zu erreichen.

• Abschnitte in E-Learning-Einheiten enden oftmals mit einem kurzen Quiz, dass das bisher gelernte Wissen abfragt. Die Nutzer werden hier so bereits zu Beginn motiviert, ganz genau aufzupassen und die Leistungskontrolle anschließend gut zu bestehen. Reizvoll ist es auch, wenn als Belohnung für abgeschlossene Einheiten neue freigespielt werden.

• Spielerische Elemente können auch in Bewerbungsverfahren eingebaut werden, indem Bewerber kleine Tests, Aufgaben und Quests erledigen müssen.

 

Gamification in der Eventbranche?
Zugegeben, bis hierher klingt das zwar sinnvoll, jedoch noch nicht nach Eventbranche. Aber Gamification funktioniert on- und offline. Durch spielerische Elemente können passive Teilnehmer vor Ort immer wieder abgeholt und zum aktiven Mitgestalten einer Veranstaltung animiert werden. Das funktioniert zum Beispiel bei Corporate Events. Zu Beginn kann die Stimmung durch ein kleines Networking-Spiel aufgelockert werden. Weiterhin können die Teilnehmer aufgefordert werden, fleißig über das Event zu posten und zu tweeten. Der Teilnehmer mit den meisten online Aktivitäten wird am Ende der Veranstaltung belohnt, zum Beispiel mit einem kleinen Preis. Im Verlauf der Veranstaltung können auch Punkte vergeben werden. Eine Rangliste über bisher verteilte Punkte motiviert die anderen Teilnehmer dazu, weiterhin fleißig zu sammeln. Auch hier kann eine Belohnung in Aussicht gestellt werden.

 

Wer seinen Nutzern, Teilnehmern und sich selbst etwas Gutes tun möchte, der sollte sich ruhig intensiv mit dem Thema Gamification auseinandersetzen und überprüfen, wo im eigenen Angebot eventuell spielerische Elemente eingebaut werden können. Die Mühe lohnt sich und so geht es spielerisch zum Erfolg!

 

Quellen:
www.agentur-jungesherz.de/gamification-marketing/
www.xing-events.com/blog/2018-12-17/4-mitreissende-gamification-ansaetze-fuer-ihr-naechstes-event/

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